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Marburg, 29.10.2010
Bewährungsprobe gegen HELI Donau-Ries
des Gegners. Die Analyse von Donau-Ries verriet dann aber doch: Kojic hat eine Menge Respekt vor dem Team aus dem „Ländle". Und der ist durchaus ernst gemeint und mehr als das branchenübliche Starkreden. „Aus meiner Sicht ist Saarlouis die Top-Mannschaft. Aber Donau-Ries wird eine wichtige Rolle in der Liga spielen", sagt Kojic, die sich durchaus beeindruckt zeigt von den Schwäbinnen: „Sie haben in Oberhausen deutlich gewonnen und Halle auseinander genommen - das waren sehr dominante Siege." Die erste Fünf von Heli Donau-Ries sei - mit Saarlouis - die beste erste Fünf der Liga. Sogar „einen Tick" besser als die Startformation Marburgs. „Das wird eine richtige Bewährungsprobe", sagt Kojic.
Allerdings: Alle fünf Starterinnen sind neu in Donau-Ries. Vorteile sieht Kojic auch in der Ausgeglichenheit ihres Kaders: „Wir haben acht gleichwertige Spielerinnen." Der Gegner habe zwar sechs überragende Akteure in seinen Reihen, die Verantwortung laste aber hauptsächlich auf den Schultern der drei Ausländerinnen Amanda Rego, Morgan Henderson (beide USA) und Dasa Rajecka (Slowakei). „Rego ist die überragende Passgeberin der Liga", so Kojic. Zudem führt sie mit 17 Steals die Statistik der Ballgewinne an, „weil sie ein gutes Spielverständnis hat". Flügelspielerin Henderson gehört mit einer Dreier-Quote von 43 Prozent (10 von 23 Versuchen) zu den besten Distanzschützen der Liga. Doch Kojic hat auch Aufbauspielerin Dorothea Richter („Gegen Wasserburg hat sie das Spiel mitentschieden") und Center Sabine Loewe auf dem Zettel. „Sie ist sehr präsent und unter dem Korb eine Macht." Viel Arbeit kommt da also auf Marburgs Lisa Koop zu.
„Für uns wird wichtig sein, gut mit der Zonenverteidigung klarzukommen", sagt Aleksandra Kojic. „Wir dürfen uns nicht in Situationen reinzwängen lassen, die wir nicht wollen." Intensiv, aber nicht hektisch müsse ihr Team spielen. Schneller Basketball sei eine Qualität, die beide Mannschaften auszeichne. „Wir sollten vermeiden, dass wir nur von außen werfen." Stattdessen müsse eine ausgewogene Wurfauswahl getroffen werden. „Entscheidend ist, dass wir unseren Rhythmus finden."
von Holger Schmidt (OP)






