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Marburg, 31.10.2011
Teamwork - 180 Sekunden vom Feinsten
Als Margret Skuballa 20 Sekunden vor Spielende zwei Freiwürfe zur Entscheidung versenkt hatte, kannte der Jubel in der kleinen Georg-Gaßmann-Halle keine Grenzen mehr. Zuvor hatten die 700 Zuschauer eine intensiv geführte Partie erlebt, in der Marburg mit einer starken Defensivleistung überzeugte. Insbesondere Shenita Landry, die elf der insgesamt 38 Marburger Rebounds vom Brett fischte (Wolfenbüttel 30), zeigte sich von ihrer besten Seite. Zudem leisteten sich die "Blue Dolphins" diesmal nur 13 Ballverluste. "Wenn man gegen ein solches Top-Team unter 20 Ballverlusten bleibt, ist das eine klasse Leistung", freute sich Kojic.
Den besseren Start erwischte aber der Tabellenfünfte, der zuletzt vier Siege in Folge gefeiert hatte. In der Defensive stand das Team von Trainer Vlastibor Klimes sicher und vorne kam Katharina Fikiel - am Ende mit 24 Punkten Topscorerin - schnell auf Betriebstemperatur: Per Korbleger brachte die 1,94 Meter lange Centerin ihr Team mit 10:6 in Führung (5.), ehe die Kojic-Truppe erste Akzente setzte. Nachdem Finja Schaake von jenseits der Drei-Punkte-Linie auf 11:12 verkürzt hatte (7.), warf Lisa Koop mit sechs Zählern in Folge eine 17:14-Führung für Marburg heraus (10.). Fikiel glich Sekunden vor Ende des ersten Viertels aus.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts schloss Schaake, die es auf elf Zähler brachte, eine sehenswerte Kombination zum 21:17 (11.) ab, doch fortan dominierten die Defensivreihen das Geschehen. In vier Minuten Spielzeit brachten beide Teams magere vier Zähler auf die Anzeigetafel, aber dann erlöste Marburgs Tina Menz ihr Team mit einem Dreier zum 25:20 (16.). Die Gäste zeigten sich unbeeindruckt: Zunächst verkürzte Charmaine Callahan auf 24:25 (17.), ehe Natasha Harris erst zum 27:27 ausglich (19.) und wenig später einen sehenswerten Spielzug per Korbleger zur 31:29-Halbzeitführung abschloss.
Nach der Pause konnte sich zunächst keines der beiden Teams absetzen. Erst erzielte die vor der Pause blasse Davidson ihre ersten Punkte zum 34:33 (23.), doch Fikiel konterte zum 39:37 für Wolfenbüttel (26.). Bis dahin hatte der BC in der Offensive einige Unkonzentriertheiten offenbart, spielte dann aber plötzlich wie entfesselt auf. Die immer stärker werdende Davidson (insgesamt 13 Punkte) glich per Dreier zum 40:40 aus (27.). Danach zogen die Marburgerinnen dank drei weiterer Distanzwürfe binnen zwei Minuten auf 51:41 davon. Die Halle tobte, doch die Gäste gaben sich noch nicht geschlagen.
Kojic lobt: "Super Job gemacht"
Begünstigt durch eine Schwächephase des BC kam Wolfenbüttel wieder auf 47:51 heran (34.). Nach mehr als vier gespielten Minuten gelangen Menz endlich die ersten Marburger Zähler im Schlussviertel. Als Schaake wenig später ihren dritten Dreier zum 56:49 versenkt hatte (37.), schien der dritten Saisonsieg unter Dach und Fach. Die Gäste aus Niedersachsen verkürzten zwar nochmal auf 54:56 (38.), doch von der Freiwurflinie machten Skuballa und Menz den Sack endgültig zu. "Die Mädels sind sehr geschlossen aufgetreten", resümierte Kojic, die insbesondere von der Leistung der 19-jährigen Finja Schaake angetan war: "Sie hat wieder einmal einen super Job gemacht."
Marburg: Skuballa (9 Punkte/1 Dreier), Gohrke, Koop (11), Schaake (11/3), Weber (6/1), Davidson (13/3), Landry (10), Menz (7/1).
Wolfenbüttel: Jones (1), Kulite (4), Nikagbatse (7), Wessels, Fikiel (24/2), Harris (17/2), Callahan (4), Haughian (5).






