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bjtest: Das war der vierte Streich

Marburg, 18.10.2010

Das war der vierte Streich

diese das gute Ende für sich verbucht haben.
„Wir haben verdient gewonnen", sagt Marburgs Trainerin Aleksandra Kojic, noch ganz eingenommen von der Dramatik der Schlussphase, in der Kojicin der 35. Minute bei einer 12-Punkte-Führung Marburgs (68:56) nach einer offensichtlichen Fehlentscheidung der Schiedsrichter aus der Haut fährt, lautstark reklamiert und die Blue Dolphins für dieses Aufbegehren zwei Strafwürfe hinnehmen müssen. Freiburgs beste Akteurin Mirna Paunovic verwandelt beide und leitet eine Aufholjagd der Eisvögel ein, die 65 Sekunden vor Spielende wieder dran sind (73:71).

Die Spannung ist nun förmlich greifbar. Als Marburgs Captain Amanda Davidson auf der Gegenseite einen „Dreier" riskiert und ihn zum 76:71 in den Korb bringt, sind offenbar die Weichen zum Sieg gestellt. Doch Freiburg gelingt 19,6 Sekunden vor dem Ende der neuerliche Anschluss.

Jetzt ist es an der unermüdlich und überragend aufspielenden Maggie Skuballa, den Ball zum 78:74 in den Korb zu legen.

Freiburg agiert nun überhastet, und die Dolphins kommen 11 Sekunden vor Schluss in Ballbesitz. Schließlich markiert die agile Shenita Landry mit der Schlusssirene das 80:74. Ein hartes Stück Arbeit ist erledigt.

„Wir haben viel Gutes gesehen, aber auch viele Fehler", resümiert Kojic, die ihren Schützlingen noch „viel Potenzial nach oben" bescheinigt. In der Tat schicken die Blue Dolphins ihre Fans in eine Wechselbad der Gefühle. Schnell liegen sie 7:0 in Führung, ehe sie den Gästen unter ihrem eigenen Korb zu viel Spielraum lassen und Freiburg bis zum Ende des ersten Viertels (16:15) auf Augenhöhe spielt.

Der zweite Spielabschnitt verläuft zunächst unter umgekehrten Vorzeichen. Freiburg liegt plötzlich mit 25:16 vorne. Marburgs Trefferquote ist in dieser Phase katastrophal. Doch nun zeigt sich die Qualität der Marburgerinnen. Jede Spielerin ist in der Lage, entscheidende Akzente zu setzen. Die vorher recht glücklose Centerin Lisa Koop bringt mit einem 8-Punkte-Lauf ihr Team wieder heran (27:27). Zur Halbzeit liegen die Gastgeberinnen - immer wieder angetrieben von der glänzend disponierten Hicran Özen - mit 31:29 vorn.

Das dritte Viertel ist das Viertel der Maggie Skuballa. Mit 14 ihrer insgesamt 23 Punkte trägt sie entscheidend zur 62:54-Führung vor dem letzten Abschnitt bei. Aber auch die junge Finja Schaake macht mit zwei mutigen und gelungenen Würfen von der Drei-Punkte-Linie auf sich aufmerksam.

Im letzten Durchgang sieht alles zunächst nach einer klaren Angelegenheit für die Dolphins aus, für die Nathalie Gohrke in der Abwehr und Sandra Weber auf dem Flügel positive Akzente setzen, ehe Freiburg wieder herankommt.

Gäste-Coach Harald Janson räumt fair den verdienten Sieg Marburgs ein. Seine - eher nicht zu vermutende - Erkenntnis aus diesem Spiel lautet: „Es war gut zu sehen, dass wir gegen so ein starkes Team wie Marburg mithalten können. Unser wichtigstes Spiel haben wir am nächsten Wochenende gegen die Rhein-Main Baskets." Seine Mannschaft habe nicht etwa die Ränge eins bis vier im Blick. „Wir haben vielmehr Ambitionen, in der Liga zu verbleiben", sagt er.

Am Mittwoch, 20. Oktober, spielen die Blue Dolphins ab 19 Uhr im Pokalwettbewerb bei den Osnabrück Panthers.

von Bodo Ganswindt

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