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Marburg, 16.06.2011
Ein kleines Sommermärchen
unterstützt vom lautstarken Publikum - enormen Druck. Die Würfe der Gäste fanden nur selten ihr Ziel und so ging Ungarn mit 13:17 nach dem ersten Viertel in Führung. Im zweiten Viertel schien keine Besserung in Sicht und so nahm Wernthaler beim Stand von 13:21 (12. Min.) eine Auszeit. Doch auch anschließend gelang den Deutschen kaum ein erfolgreicher Abschluss. Erst ein Dreier von Bär und ein Korbleger von Gläser brachte Deutschland wieder in Schlagdistanz. 22:25 in der 16. Minute. Zwei Minuten vor der Pause lagen die DBB-Damen durch weitere Punkte von Gläser und Richter plötzlich mit 27:25 leicht vorne. Bis zur Halbzeitpause zogen beide Teams gleich und verabschiedeten sich beim Stand von 33:33 in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel verpassten beide Teams zunächst viele Chancen, sodass das Ergebnis zuweilen stagnierte (37:37, 24. Min.). Ballverluste, Fehlwürfe und Fouls wechselten sich auf der statistischen Anzeige in munterer Folge ab. Nur selten gab es auch einen Wurferfolg zu vermelden. Für diese sorgten dann aber Austmann und Bär von der Freiwurflinie und Koop aus der Nahdistanz. Plötzlich lief die Zeit zugunsten der Gäste, während den Ungarinnen die Zeit förmlich davon zu laufen schien. Unglaubliche 49:40 stand es nach dem dritten Viertel und der Traum vom letzten Platz der EM schien greifbar nahe. Und dann wurde dieser Traum immer realer. Das konzentriert spielende deutsche Team ließ dem Gastgeber keinen Hauch von Chance mehr. Souverän spielte die DBB-Auswahl die Partie zu Ende, um dann in verdienten Jubel auszubrechen.
"Ich bin begeistert von meiner Mannschaft. Wer in einem solchen Hexenkessel eine so super Defense spielt, vor dem ziehe ich meinen Hut. Mehr kann ich nicht sagen, aber wir alle sind sehr glücklich, dass es jetzt weiter nach Polen geht", so Bastian Wernthaler.
Das deutsche Team hat sein kleines Sommermärchen bereits geschrieben, hatte doch kaum einer geglaubt, dass die Deutschen im Kampf um den letzten EM-Platz mitreden würden. Doch nun heißt es, ab nach Polen, wo Deutschland in der Vorrundengruppe C in Kattowitz auf Spanien (18.6., 15.00 Uhr), Polen (19.6., 18.00 Uhr) und Montenegro (20.6., 12.30 Uhr) trifft.
Für Deutschland spielten:
Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 8), Romy Bär (Challes lex Eaux/FRA, 11), Anne Breitreiner (Villeneuve/FRA, 4), Petra Gläser (Kvarnby Basket/SWE, 6), Svenja Greunke (Rhein Main Baskets / TV Langen, 14), Lisa Koop (BC pharmaserv Marburg, 4), Katharina Kühn (TSV Wasserburg, 6), Tina Menz (Leeds Carnegie/ENG, 1), Lea Mersch (evo NB Oberhausen), Dorothea Richter (Heli Donau Ries, 13), Birte Thimm (evo NB Oberhausen) und Stephanie Wagner (Rhein Main Baskets / TV Langen).






